Heute ist Weltwassertag!

Beim Thema Wasser wird zunächst immer an Knappheit gedacht und im nächsten Atemzug damit bestimmt auch an betroffene Entwicklungsländer. Ein sehr guter Artikel von Kathrin Henneberger, der sich damit befasst, ist auf folgender Seite zu lesen: http://www.gruene-jugend.de/aktuelles/show/419484.htm

Was weniger bekannt ist: Auch in unseren Gefilden ist die Wasserqualität zusehends bedenklicher. Grund dafür sind Hormone und Medikamente, die über unsere Ausscheidungen ins Grundwasser gelangen und in den Klärwerken nicht oder nicht vollständig herausgefiltert werden können. Beispiel: Eine Reihe von Substanzen, die im Trink und Rohwasser vorkommen können, haben Wirkungen, die denen weiblicher Geschlechtshormone (Östrogene) entsprechen. In vielen Flüssen werden deswegen zunehmend weibliche Fische geboren (In der Berliner Havel leben bereits ca. 70 Prozent weibliche Fische).

Östrogene, cholesterinhemmende Mittel, Antibiotika und Asbest werden von den Untersuchungsmethoden nach der deutschen Trinkwasserverordnung nicht erfaßt, und natürlich gibt es auch keine entsprechenden Filter. Der Umbau der Filtersysteme scheint auch noch in weiter Ferne zu liegen, solange PolitikerInnen am Hebel sitzen, die diese wichtige Sache schlicht als zu teuer und deshalb nicht machbar befinden. Bis sich dieser Stand verändert, sind private Filter scheinbar die einzige Lösungsmöglichkeit.

Mehr zum Thema ist im Artikel Wasser ist Leben von Barbara Simonsohn zu lesen.

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