Der Wolf ist nach über 100 Jahren wieder nach Bayern zurück gekehrt. Für die einen Grund zur Freude, für die Almbauern jedoch schon Ärgernis, bevor die Tiere auch nur in die Nähe ihrer Region kommen. In Traunstein und im Berchtesgadener Land wird seit Anfang des Jahres zunehmend heftig diskutiert (siehe zum Beispiel http://www.wochenblatt.de/). Anders als von kritischen TierschützerInnen vermutet, geht es dabei für die Almbauern nicht nur allein um wirtschaftliche Verluste. Sie bekommen vom Freistaat eine Entschädigung, die den Wert eines einzelnen Nutztieres weit übersteigt. Es geht eher um die Bindung zum Tier und darum, dass viel Arbeit in die Tiere gesteckt wird, bis sie auf so einer Alm zurecht kommen. Manchmal geht es auch um gute Muttertiere, deren Gene die Bauern gerne für die Entwicklung der Herde weiter verwendet hätten. Außerdem haben sie die ernst zu nehmende Befürchtung, dass der Wolf die Tiere in Panik versetzt und sie sich deshalb Hänge hinunter stürzen (was aber übrigens auch immer wieder aufgrund von tief fliegenden Helikoptern oder heftigen Gewittern geschieht) oder vom Wolf gequält werden. Durchaus verständlich, finde ich.
Aber um dem im höchstmöglichen Maße vorzubeugen, gibt es ja nun endlich konkrete Maßnahmen des Umweltministeriums, die ich wirklich nicht schlecht finde. Ich bin auch schon gespannt auf den Management-Plan, der vor der Almsaison 2011 vorliegen soll. Es hilft nunmal niemandem, zu “fordern” der Wolf möge verschwinden. Das löst keine Probleme und ist rechtlich nicht möglich. Derzeit ist der Wolf in Europa als «besonders gefährdet» eingestuft und geniesst höchsten Schutz. Nur in Ausnahmesituationen (z.B. wenn die Tiere dem Menschen gefährlich werden und sich artuntypisch verhalten) können Sondergenehmigungen für den Abschuss erwirkt werden.
Anstatt zu überlegen, wie wir den Wolf schnellstmöglich los werden könnten, muss es geschafft werden, sich auch nach über 100 Jahren wieder mit den Raubtieren zu arrangieren. Man kann sicherlich nicht erwarten, dass Konflikte mit den Plänen der Staatsregierung komplett hinfällig werden - bestimmt entstehen noch viele Probleme. Aber ich glaube daran, dass diese lösbar sind. Und ich glaube auch nicht, dass wir eine intensive Ansiedlung wie in der Lausitz zu erwarten haben. Die Wölfe brauchen Platz. Und wenn sie den nicht haben (zum Beispiel in dicht besiedelten Gegenden), weichen sie aus. Und anders als in dem Artikel auf http://www.wochenblatt.de/ behauptet (“Sollte, wie von Tier- und Naturschutzorganisationen geplant, sogar ein ganzes Wolfsrudel - ähnlich wie in der Lausitz - angesiedelt werden, „ist dies das Ende der Almbewirtschaftung.”), plant da auch niemand eine Massenansiedlung vom Wölfen, sondern die Tiere suchen sich von alleine aus, wo sie sich niederlassen und wo nicht. Ich hoffe, dass sich die Wogen bald glätten und die Almbauern mit den erschwerten Bedingungen einerseits zurecht kommen werden, andererseits auf breiter Basis Akzeptanz für das bedrohte Tier geschaffen wird. Dass das funktionieren kann, beweisen die anderen Alpenländer.
Was die Staatsregierung konkret plant, könnt ihr in der Antwort auf die Anfrage der Grünen Abgeordneten Anne Franke lesen: wolf_antwort_110224


Ein Kommentar
So ein Irrsinn! Was haben Wölfe mitten in der Zivilisation verloren? Immerhin ist der Wolf ein groses unt sehr gefehrliches Raubtier! jeden tag frisst es ungefär 10 Kilo Fleisch, zum Vergleich, ein Kind wiegt 20 Kilo. Also alle 2 Tage ein Kind!!! Wölfe gehören nach Russland und Kanada, nicht nach Deutschland! Was muss denn noch pasiren, bevor hier eingegriffen wird? müssen erst Menschen sterben, bis die regierung reagiert? Wenn die regierung uns hier wider im Stich läst, müßen wir selber was unternehmen! Einfach vergiften und abknallen das unnüze Viehzeug, sofort ausrotten bevor es zu spät ist!!! Wenn dieser neuen Ausgeburt von linksgrüner Spinnerei nicht anders beizukommen ist, muss zur Not das Militär eingreifen um diesen Bestien den Garaus zu machen! Einfach in die Luft sprengen, in ihren Höhlen und Futterplätzen! Eine Wärmebildkamera findet den Wolf leicht im tiefsten Wald, eine Splitterbombe erledigt kostengünstig ein gesamtes Rudel! Sollen wir erst warten, bis unsere Kinder eines Tages nicht mehr von der Schule heimkomen? Nein! Jetzt ist es Zeit dieser Bedrohung entschlossen gegenuberzutreten und dieses Übel an der Wurzel zu packen! Der Wald kann doch kein rechtsfreier Raum sein, in dem linksgrüne Kommunisten gefährliche Tiere für ihre Terrorakte heranzüchten!! Wir müssen jetzt handeln, mit äußerster Entschlossenheit, und wir müssen uns dabei alle Optionen offen halten!!! Wenn der grauen Gefahr anders nicht beizukommen ist, müssen wir sogar einen Atomschlag in Betracht ziehen! Lasst uns die verfluchten Biester jetzt mit Blendgranaten und Flammenwerfern aus ihren Höhlen treiben, und sie der Vernichtung zuführen! Es kann doch nicht sein, daß erst wider Menschen getötet werden müßen, bis entlich jemand was tut! Oder wollen sie abends von der Arbeit heimkommen, und ihre Kinder zerfleischt forfinden? Haben Sie überhaupt Kinder? Wahrscheinlich nicht, sonst würden Sie nicht u terstützen das in unseren Wäldern geferliche Rauptire wie Wölfe gezüchtet werden! Wir müssen und der Gefar jetzt stellen , mit bitterster Entschlossenheit bis zum letzten Mann!! Wenn den Bestien mit vernünftigen Argumenten nicht beizukommen ist, müssen sie halt einfach thermunuklear verdampft werden! Egal wie stur die Mistvicher sint, eine Kruse Misseil werden sie kaum überhören! Am besten man heizt dem Viehzeug richtig ein und kühlt ihnen mit Napalm das Mütchen!! Wenn im Wald erst die Atompilze waksen, werden die Biester sich überlegen, ob sie nicht besser in Sibirien geblieben wären wo sie hingehören! Aber dann ist es zu spat, dann gibt es kein Erbarmen mehr!!!! Wenn die Wölfe nicht freiwillig gehen, dann mussen wir halt handeln! Schluss mit der erbermlichen Gefülsduselei, es muss was passiren! Besser gestern als heute! Lasst uns handeln! Wir haben die Wölfe nicht gerufen und jetzt gibt es kein Zurük mehr! Wenn die Obrigkeit nichts tut, müssen sich halt ein paar mutige Bürger finden, und eine Endlösung finden! Ich garanntire ihnen, wenn die ersten Wölfe an brennenden Kreuzen durch die Strassen getragen werden, dann werden ihre Kumpels im Wald schon kleinlauter heulen!!! Aber das Heulen und Zähneklappern wird den Drexviechern nichts helfen, wir werden sie mit Stumpf un Stiel ausrotten, rücksichtslos exterminieren und an der Wurzel herausreissen noch bevor sie sich hier häuslich nidergelassen haben!! Wölfe in unseren Wäldern, ja gehts denn noch? Was soll den als nekstes hier eingefürt werden, nur weil es ja sooooo niedliche Tirchen sint? Bären? Löwen? Mammuts villeicht oder Sebelzantiger? Kängurus damit es auf den Strassen nicht langweilig wird? Ich sage ihnen, Tire gehören in den Stall - oder auf den Teller. In unseren Wäldern ist dafür kein Platz, und fur Wölfe schon gleich gar nicht!!!! Abknallen befor es zu spet ist, das ist meine Meinung!
Hochachtunksfol,
John Cleese
Schwarzhumorist