3. Sitzung des Parteirats

Auf seiner dritten Sitzung in diesem Jahr beschäftigte sich der bayerische Parteirat neben der Griechenlandkrise auch mit geschlechtergerechter Sprache, der Anerkennung und Umorganisation von Landesarbeitskreisen sowie der eigenen Arbeitsstruktur.

Die Entwicklungen in Griechenland und die damit verbundene Krise des Euro-Raums wurde im Parteirat intensiv diskutiert. Jerzy Montag, MdB und Mitglied des Europaausschusses des Bundestags, fasste das Grüne Vorgehen der Bundestagsfraktion zusammen. Sehr lesenswert hierzu ist der Entschließungsantrag der Fraktion, der letzte Woche im Parlament abgelehnt wurde. Insgesamt freuten sich die Parteirätinnen und Parteiräte über das besonnene Vorgehen der Bundestagsfraktion. Die Zustimmung zur Griechenlandkrise wurde, trotz aller Kritik, begrüßt. Im Gegensatz zur SPD haben sich die Grünen nicht in taktische Spielchen vor der NRW-Wahl verstrickt.

Mit einem Antrag der junggrünen Mitglieder des Parteirats (Katharina Schulze, Sabine Ponath und Matthias Gauger) erneuerte der Parteirat seine Verpflichtung, geschlechtergerechte Sprache in Verlautbarungen zu verwenden. Weiterhin wird der Parteirat zur nächsten Landesversammlung einen Antrag einbringen, um geschlechtergerechte Sprache auch in die Präambel des bayerischen Frauenstatuts aufzunehmen.

Mit großer Mehrheit begrüßte der Parteirat auch den Landesarbeitskreis Medien & Netzpolitik in der Familie der Arbeitskreise. Der Arbeitskreis ist bereits sehr aktiv und plant sein zweites offizielles Treffen für den 19. Juni mit dem Schwerpunkt Urheberrecht. Des Weiteren wurde der Landesarbeitskreis Altenpolitik offiziell aufgelöst und in den neugegründeten LAK Kinder und Jugendliche integriert. Das Themenspektrum Mehrgenerationengesellschaft soll jetzt gebündelt angegangen werden. Deswegen wurde der Arbeitskreis auch in Kinder, Jugendliche und Mehrgenerationengesellschaft unbenannt.

Im zweiten Teil der Sitzung diskutierte der Parteirat noch seine eigen Arbeitsweise. Um in Zukunft alle Bezirke Bayerns im Parteirat vertreten zu haben, wird es einen Aufruf von Landesvorstand und Parteirat an die Bezirksverbände geben. Außerdem wird es am Vorabend des großen Zukunftskongresses zum Thema Wachstum eine weitere Sitzung des Parteirats geben. Dort sollen dann weitere Dinge, wie beispielsweise ein Arbeitsprogramm, diskutiert werden.

Mehr auf www.gruene-bayern.de

Beitrag zum Call for Papers der GJ:

Was ist unser Anspruch und der Sinn von Bildung?

Nachhaltige Entwicklung als bildungspolitisches Leitbild

Ich muss meinen Kopf fassungslos schütteln. Gerade wollte ich mal nachsehen, was die bayerische Verfassung zum Thema Bildung zu sagen hat. Sie definiert die obersten Bildungsziele folgendermaßen:

„Die Schulen sollen nicht nur Wissen und Können vermitteln, sondern auch Herz und Charakter bilden. Oberste Bildungsziele sind Ehrfurcht vor Gott, Achtung vor religiöser Überzeugung und vor der Würde des Menschen, Selbstbeherrschung, Verantwortungsgefühl und Verantwortungsfreudigkeit, Hilfsbereitschaft und Aufgeschlossenheit für alles Wahre, Gute und Schöne und Verantwortungsbewusstsein für Natur und Umwelt. Die Schüler sind im Geiste der Demokratie, in der Liebe zur bayerischen Heimat und zum deutschen Volk und im Sinne der Völkerversöhnung zu erziehen.”

Mal davon abgesehen, dass nicht nur der Bildungsbereich Schule für das Lebenslange Lernen und für die Bildung der Menschen zuständig ist, sondern auch die Elementarpädagogik, berufliche Aus- und Weiterbildung, Hochschulen, außerschulische Bildung und Weiterbildung, Geragogik oder schlicht informelles Lernen könnte man diese drei Sätze ziemlich zerpflücken. Denn als oberste, wichtigste Bildungsziele „Selbstbeherrschung” oder gar „Ehrfurcht vor Gott” zu benennen, hat mit der heutigen Lebensrealität der Menschheit recht wenig zu tun. Und auch die anderen Ziele, wie etwa „Aufgeschlossenheit für alles Wahre, Gute und Schöne” klingen vielleicht ganz nett, können aber nicht Hauptziel von „Bildung” an sich sein. Die Grüne Jugend stellt demgegenüber einen tieferen und umfassenderen Anspruch an Bildung. Mehr »

Presse: “Wichtig für die Zukunft unserer Kinder”

http://www.wochenblatt.de, 03.03.2010

Welche Bedeutung hat Bildung für die Entwicklung einer zukunftsfähigen Gesellschaft? Inwiefern betrifft das uns alle? Darum geht es im neuen Buch „Bildung für nachhaltige Entwicklung” von Sabine Ponath. Die 25-jährige Vachendorferin schloss 2008 ihr Studium der Pädagogik, Psychologie und Soziologie erfolgreich ab. Derzeit arbeitet sie im Landtagsbüro von Grünen-Landeschef Sepp Daxenberger in München und bereitet daneben ihre Promotion zum Thema „Verankerung der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung an bayerischen Volkshochschulen” vor.

Frau Ponath, Sie haben gerade das Buch „Bildung für nachhaltige Entwicklung” veröffentlicht. Um was geht es darin und an wen richtet es sich?
Sabine Ponath: Bildung für nachhaltige Entwicklung klingt sperrig, bedeutet im Prinzip zusammengefasst jedoch nichts anderes als die Frage: Was muss heute gelernt werden, damit wir unser Leben so leben können, dass es unseren Kindern und Enkelkindern und den Generationen danach mindestens genauso gut geht, wie uns heute? Demnach geht das Thema natürlich alle etwas an. Praktischen Nutzen hat es einerseits für Menschen, die im Bildungsbereich arbeiten - also zum Beispiel Lehrerinnen und Lehrer. Außerdem könnte das Praxisbeispiel des niederbayerischen Umweltzentrums “Haus am Strom” auch für kommunale Politikerinnen und Politiker von Interesse sein.
Mehr »

Presse: Im Haus am Strom gilt: „Für die Zukunft lernen wir“

Heute in der PNP Passau Land, Vilshofen und Freyung:

Im Haus am Strom gilt: „Für die Zukunft lernen wir“
„Vorbildhaftes Konzept“: Sozialwissenschaftlerin Sabine Ponath veröffentlicht Studie über Umwelteinrichtung

Von Caroline Holzschuher

Jochenstein. Das Donautal als Räuber entdecken, den eigenen Wasserverbrauch tragen: Die Projekte vom Haus am Strom ermöglichen langfristiges Lernen mit „Kopf, Herz und Hand“ und machen die Umweltstation zum Paradebeispiel für zukunftsorientierte Wissensvermittlung. So lautet das Fazit der jetzt erschienenen Studie „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung. Dargestellt am Beispiel des Haus am Strom“ von Sabine Ponath. Das Lob der Sozialwissenschaftlerin kommt für Ralf Braun, Leiter der Umweltstation, gerade recht: Im Kreisrat stehen demnächst Gespräche über Fördergelder an.
Mit ihrem Buch unterm Arm nimmt Sabine Ponath beschwingt die Stufen vor dem wellenförmigen Gebäude. Direkt an der Donau gelegen, lockt das Haus am Strom vor allem im Sommer mit dem Motto „Nachhaltig mehr erleben“ Besucher an, so auch sie vor rund zwei Jahren. Die damalige Passauer Studentin interessierte das theoretische Konzept: Bildung für eine nachhaltige Entwicklung. Anders ausgedrückt heißt das: „Wie kann man vermitteln, so zu leben, dass die nachfolgenden Generationen mindestens genauso gut leben können wie wir selbst?“, übersetzt Sabine Ponath den sperrigen Begriff. In Zeiten von Wirtschaftskrise und Klimawandel sei dies allgemein relevant, schließlich müssten auch die Kindeskinder mit den Folgen hoher Verschuldung und Naturkatastrophen leben. „Eine gute Zukunft zu gestalten, ist eine Kompetenz wie Lesen. Wir müssen es lernen.“ Mit ihrer Magisterarbeit „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung - dargestellt am Beispiel des Haus am Strom“ wollte sie auf die Bedeutung aufmerksam machen. „Es klingt vielleicht streberhaft, langweilig, aber ich habe mich aus Interesse schon vor meiner Abschlussarbeit intensiv eingelesen.“ Das zufällig gefundene Thema wurde so zur Herzensangelegenheit für die 25-Jährige, die inzwischen an ihrer Promotion mit ähnlicher Thematik arbeitet. Auf Anraten ihres Professors im Herbst 2007 entdeckte sie damals das Haus am Strom für ihre Studie und traf dabei einen hilfsbereiten Gleichgesinnten: Ralf Braun. Mehr »

“Bildung für nachhaltige Entwicklung” dringlichste Herausforderung für die Bildungspolitik

Mein Buch gibt es ab heute im Handel!

Welche Bedeutung hat Bildung für die Entwicklung einer zukunftsfähigen Gesellschaft und Umwelt? Wie können Einzelne dauerhaft dazu motiviert werden, sich für eine nachhaltige Zukunftsgestaltung einzusetzen? Welche Kompetenzen sind für erfolgreiches Engagement für eine nachhaltige Entwicklung vonnöten?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich mein heute veröffentlichtes Buch. Bildung für eine nachhaltige Entwicklung ist eine anerkannte, wichtige Herausforderung unserer Zeit. In den letzten zwanzig Jahren hat sich Bildung für eine nachhaltige Entwicklung weltweit zu dem entscheidenden Begriff entwickelt, anhand dessen über die zukünftige Entwicklung der Menschheit diskutiert wird. Wie und was muss heute gelernt werden, damit es den Generationen, die nach uns kommen werden, mindestens genauso gut geht wie uns? In dem Buch geht es darum, wie “Bildung für eine nachhaltige Entwicklung” insbesondere in Deutschland bislang ausgestaltet wurde und wie sie in der Praxis aussehen kann. In Niederbayern befindet sich direkt an der Grenze zu Österreich ein Umweltbildungszentrum, das “Haus am Strom”. In dieser Studie wird der Bildungsaspekt dieses Zentrums genauer betrachtet, so etwa welche Ideen und Konzepte der Ausstellung im Haus zugrunde liegen oder wie die Inhalte methodisch umgesetzt und vermittelt werden.

Es muss ganz allgemein, aber insbesondere sowohl von politischen Entscheidungsträgern aber auch in der pädagogischen Forschung und Praxis erkannt werden, dass die Inhalte und Methoden der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung auf allen Ebenen besser heute als morgen realisiert werden müssen. Bildung für eine nachhaltige Entwicklung ist mehr als nur ein politischer Slogan, es ist eine der größten und dringlichsten Herausforderungen für die Bildungspolitik.

Mein Buch “Bildung für eine nachhaltige Entwicklung - dargestellt am Beispiel des Haus am Strom” ist ab heute im Buchhandel erhältlich.

Das Volk hat abgestimmt…

Trotz der hohen Hürde von 10% der Wahlberechtigten in Bayern hat eine große Zahl der BürgerInnen für effektiveren Nichtraucherschutz und Klarheit für die Gastwirtschaft abgestimmt: “Wir gehen aber sicher davon aus, dass wir es geschafft haben und sich sogar über 1.000.000 BürgerInnen eingetragen haben.” (Sebastian Frankenhauser, ödp) In meiner Heimatgemeinde Vachendorf haben sogar 20 % für das Volksbegehren gestimmt!

Das Signal ist klar und deutlich - jetzt liegt es an der Staatsregierung, diesen WählerInnenwunsch zu respektieren. Momentan schaut es aber ganz danach aus, als ob es die Staatsregierung im Sommer kommenden Jahres beim Volksentscheid darauf ankommen lassen wird: Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sprach sich im Bayerischen Rundfunk dagegen aus, dass der Landtag den Gesetzesvorschlag der Initiative übernimmt.

Mit dem Gesetzesentwurf zum besseren Nichtraucherschutz sollen NichtraucherInnen, so konkret auch Angestellte, Kinder und Schwangere kompromisslos geschützt werden. Zugleich haben die GastronomInnen keine Wettbewerbsnachteile, da für alle gleiches Recht gelten soll. Infos zu dem Gesetzesentwurf sind auf der Homepage des Volksbegehrens nach zu lesen.

Ich für meinen Teil freue mich jedenfalls über das große Engagement in der Bevölkerung und die überwältigende Mehrheit für einen verbesserten NichtraucherInnenschutz!

Video zu den Bildungsprotesten in München:

Unsere Uni brennt

Ganz gut gemacht, finde ich. Den ProtestlerInnen wünsch ich noch viel Durchhaltevermögen und offene PolitikerInnenohren! Was muss noch passieren, damit uns endlich Gehör geschenkt wird?

Landesdelegiertenkonferenz in Bamberg – Sei mit dabei!

Am Wochenende bin ich auf der Landesdelegiertenkonferenz der Bayerischen Grünen und freue mich natürlich auch schon sehr auf spannende Debatten und meine Arbeit im Präsidium. Am Samstag werde ich den Workshop “Wirtschaft, Arbeit, Zukunft - Wovon werden wir leben” moderieren. Wer die Kommentare dazu lesen möchte, die bereits im Vorfeld abgegeben wurden und wer sich selbst noch zum Thema einbringen möchte, kann auf http://meinbayern.gruene-bayern.de vorbeischauen. Ansonsten hoffe ich natürlich auf rege Beteiligung und viele Ideen und Beiträge beim Workshop selbst…

Für die Daheimgebliebenen und Interessierten:

Wer der LDK gerne über Twitter folgen möchte, kann den Hashtag #ldkBY verwenden und wird somit immer kurz und bündig auf dem Laufenden gehalten.

Daneben wird es wieder eine Website geben, die die Reden und Ereignisse live dokumentiert und auf der die Möglichkeit gegeben wird, diese zu kommentieren:

http://www.ldk-interaktiv.de

Alle  weiteren Informationen hierzu sind auf

http://www.gruene-bayern.de/ldk-bamberg/allgemeines.html

zu finden, so etwa auch die Tagesordnung.

Mein Bayern - Startklar zur LDK am kommenden Wochenende!

Gerade hab ich meinen Senf zur Seite “Mein Bayern” dazu gegeben. Die Homepage soll auf die LDK in Bamberg inhaltlich vorbereiten, aber auch ermöglichen, dass alle sich einbringen können, egal ob delegiert oder nicht. Insbesondere die Aussichten im Hinblick auf Grüne Bildungspolitik haben mich natürlich interessiert - ich hoffe, die Diskussion begrenzen sich in den Workshops nicht wiedermal nur auf die Schulpolitik. Ein Bildungssystem umfasst doch so viel mehr! Von der frühkindlichen Bildung bis zur Geragogik: Alles muss Beachtung finden - auch und gerade im nonformalen Bildungsbereich. Wir lernen nunmal ein Leben lang.

Außerdem war es mir persönlich wichtig, noch mal auf die Bildung für eine nachhaltige Entwicklung hinzuweisen. Wer, wenn nicht wir, kann es schaffen, sich die Anforderungen einer BNE zum Ziel zu machen? Apropos BNE: Habe erfahren, dass mein Buch wohl im Januar endlich auch als gewöhnliche Print Version im Handel zu erwerben sein wird und zwar zu einem anständigen Preis (wahrscheinlich 29,90 Euro). Bis dahin verweise ich auf das E-Book: http://www.diplom.de/katalog/arbeit/13322

Ich selbst werde am Wochenende zwar keinen Workshop zum Thema Bildung moderieren, aber dafür einen der Workshops rund um Wirtschaft in Bayern. Auch spannend… Ich freu mich auf rege Diskussionen!

Maßvoller Ausbau der A 8 zwischen Rosenheim und Piding ist das Gebot der Stunde

Die Bundesautobahn A8

Nachdem der Präsident der Autobahndirektion Südbayern vergangene Woche in verschiedenen regionalen Zeitungen behauptete, es würde Fakten zu den Planungen des Ausbaus der A8 verdreht dargestellt werden (hier die Artikel des Trostberger Tagblattes und des Freilassinger Anzeigers: autobahndirektion) reagierte nun dankenswerterweise Toni Hofreiter mit einer schlagkräftigen Stellungnahme:
“Dr. Toni Hofreiter MdB, Bundestagsabgeordneter der Grünen und Obmann im
Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages, erklärt zum Beitrag des
Präsidenten der Autobahndirektion Südbayern Paul Lichtenwald:

In der Diskussion über den Ausbau der A 8 zwischen Rosenheim und der
Staatsgrenze werden nicht “Fakten verdreht”, sondern es treffen
unterschiedliche Ansichten aufeinander. Es ist nachvollziehbar, dass die
Autobahndirektion gerne den Maximalausbau durchbringen würde, denn die
Autobahndirektion ist kein Anrainer-Schutzverein, sondern eine
Straßenbaubehörde. Zugestanden, die Behörde ist in der misslichen Lage, die
veralteten Verkehrswegepläne des Bundes ausführen zu müssen, um einem
angeblichen Verkehrswachstum den Weg zu ebnen, das so nicht mehr stattfinden
wird. Mit den gegenwärtigen Verkehrszahlen lässt sich der sechsspurige
Ausbau plus zwei Standstreifen (”6+2″) nicht rechtfertigen und auch nicht
mit Verkehrsprognosen, die von unbeschränkt verfügbarem billigen Öl
ausgehen.
Mehr »